Die Bevölkerung - Pro Kulmerauer Allmend

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Rücksicht auf die Bevölkerung

„Der geplante Windpark (…) erfüllt alle richtplanerischen Vorgaben sowie die gesetzlichen Richtwerte bezüglich Schallemissionen und Schattenwurf.“

Das stimmt schon.
 

Die Frage ist, ob der Richtplan und die gesetzlichen Richtwerte die Besonderheiten von Windkraftanlagen berücksichtigen.

 
Die Lärmschutzverordnung (S. 33) legt wohl als Belastungsgrenzen in Zone II  55 dB(A) tags und 45 dB(A) nachts fest. Auch eine kleine Korrektur für den Impulsgehalt wird angerechnet.

 
Sie berücksichtigt nicht die besondere Art des WKA-Geräusches, das – je nach Windrichtung – noch in 600 m Entfernung stark störend sein kann und selbst in grösserem Abstand noch als wischendes  regelmässiges „Sch  - Sch – Sch“ lästig ist und nachts den Schlaf stört.
Es gibt dazu genügend Berichte von Betroffenen. Bekannt sind die Klagen von Anwohnern in St-Brais und Le Peuchapatte (JU).

 

 

Der tieffrequente Infraschall (unter 20 Hz) wird von der Schutzverordnung gar nicht erfasst. Man hört ihn eben nicht, aber der Schalldruck ist da. Er wirkt auf den Körper ein und kann das Wohlbefinden stören bis zu Gleichgewichtsproblemen und Übelkeit.

Zwar gibt es ihn auch in der Natur, aber nicht in der Intensität, wie er von Windturbinen ausgeht und – abschwellend – sich über viele Kilometer ausbreitet (Störwirkung bis 25 km festgestellt).

Infraschall von Windenergieanlagen - ein ignoriertes Gesundheitsrisiko

"Was man nicht hören kann, kann auch nicht schaden. Mit diesem Argument bestreitet die Windindustrie, dass der Infraschall von Windrädern krank macht. Möglicherweise macht sie es sich zu leicht."
-> eine führende Zeitung bringt das Thema Infraschall an die Öffentlichkeit, ein bedeutender Schritt!
-> Die Argumentation, durch den Infraschall von Windturbinen verursachte Beschwerden seien wissenschaftlich nicht nachweisbar, kommt ernstlich ins Wanken!
9. 9. 2017  
Infraschall
Zusammenfassung verschiedener Studien
Sehr gute Erkärungen des Phänomens!

Mit Schattenwurf ist der bewegte Schatten der Rotorblätter gemeint.

Er huscht über die Landschaft und dringt je nach Sonnenstand auch in die Häuser ein. Drinnen hat man dann das unangenehme Gefühl, es werde ständig das Licht ein- und ausgeschaltet. Das ist dermassen irritierend, dass die WKA-Betreiber diesen Blinkschattenwurf auf Behausungen beschränken müssen: Man muss ihn höchstens 30 Minuten pro Tag erdulden, gesamthaft pro Jahr nicht über 8 Stunden! Wenn’s darüber hinausgeht, werden die Windräder gestoppt! Aber auch auf freiem Land oder im Wald ist diese Art bewegter Schatten sehr lästig.

Wie sieht das aus in der Realität?  -> Video


Eine weitere Gefahr ist nicht erwähnt: der Eiswurf.

Bei winterlichen Bedingungen kann an den Rotorblättern Eis ansetzen. Löst sich dieses, fliegen grosse Eisbrocken weg, z.T. bis 300 m weit. Das ist eine Gefahr für jedermann, der sich in der Nähe aufhält, und sogar für Hausdächer.

Zwar sind Beheizungsanlagen für die Rotoren vorgesehen. Sie haben aber nicht den Zweck, den Eisansatz zu verhindern, sondern nach einem Eisansatz das Eis los zu werden und den Weiterbetrieb zu erlauben. Darum können trotzdem Eisstücke wegfliegen und es sind in jedem Fall Warntafeln aufzustellen! Ev.  müssen Wege gesperrt und Loipen verlegt werden.
!!! Ein kürzlicher Beinahe-Unfall mit Eiswurf in der Schweiz wird auf der Seite Aktuell-Archiv gezeigt!

Feuer


Brände sind leider gar nicht selten.
Allein für 2016 kommt man (bis Sept.)
leicht auf 6 Brandfälle in Deutschland.
Und wie hier im Wald...

Weiteres Beispiel in Aktuell
Was alles passieren kann
Gefahrenspektrum
(Unfallstatistik)

Eine Statistik von Suisse Eole  (2005)
Aus "Sicherheit von Windkraftanlagen", S. 19)
Ein nicht zu unterschätzender Nachteil für die Anwohner ergibt sich schliesslich aus der

Entwertung der Immobilien:
Wer möchte noch ein Haus bauen oder kaufen in der Nähe einer Windturbine oder gar eines Windparks? Die Entwertung der Immobilien wird zum Teil verharmlost, auch von Bankfachleuten, ist aber international längst nachgewiesen. Ob die Entwertung nun „höchstens 5%“ beträgt, oder wie Branchen-Fachleute erwähnen,  10 – 30%, sie ist real und auf jeden Fall zu viel!


Rücksicht auf die Bevölkerung würde heissen:

-         Schutzverordnungen, die die spezifischen Emissionen von Windkraftanlagen berücksichtigen
-         Genügend grosse gesetzliche Abstände zu den Behausungen,
die die möglichen Beeinträchtigungen und Gefährdungen vermeiden oder auf ein absolutes Minimum reduzieren.

In der Schweiz gibt es überhaupt keine verbindliche gesetzliche Abstandsregelung!
Selbst 300 m können unterschritten werden, wie zu gewissen Höfen beim Projekt CKW.

In andern Ländern wird das Abstandsproblem heftig diskutiert, z.T. gelten gesetzliche Regelungen.

Frankreich: Gesetz sind (gegenwärtig) 500 m, die Akademie der Medizin empfiehlt 1500 m!
Finlands Gesundheitsministerium verlangt 2000 m.
Grossbritannien: 2000 m, ab 150 m Gesamthöhe 3000 m.
Bayern: Der Landtag hat im November  2014 die 10H-Regel beschlossen, d.h. der Abstand muss das 10-Fache der Höhe betragen. U.s.w. In Deutschland läuft generell eine Debatte um die Abstandsregelung.

Und wir?

- Keine gesetzliche Regelung
- Abstände von teilweise unter 2H (2mal Gesamthöhe Windturbine)
Wir sind gegenwärtig auf Gemeindeinitiativen angewiesen.

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