2018 - Pro Kulmerauer Allmend

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Aktuell
14. 05. 2018
Landesweite Solidarität gegen die Verwaldung schönster Juralandschaften mit riesigen Windturbinen:
Paysage-Libre Vaud startet Unterschriftensammlung für eine Petition und sucht Unterstützung!
Klick auf PDF-Icon (oben) -> Text der Petition deutsch
! Wichtige Naturschutzorganisationen machen mit:  Helvetia Nostra
Pro Natura
Stiftung Landschaftsschutz
BirdLife (Vogelschutz)

Website der Petition: https://chasseroncreuxduvan.ch/  Bis 16. 5. 2018 bereits 1227 Unterschriften
Unterschreiben am einfachsten online, jetzt auch auf Deutsch möglich; einfach auf die entsprechende Flagge klicken!

10. 05. 2018
Gigantismus - Ein eindrücklicher Vergleich
Oberes Bild (NZZ 4..5. 18 S. 60): Neuester Langstreckenjet von Airbus A 350-1000. Passagiere max. 440 (je nach Kabinen-Auslegung), Reichweite 14 750 km. Flügelspannweite 64.75 m.
Unten: Antransport eines Rotorblattes für den Windpark Verenafohren (D, bei Schaffhausen, siehe in "Aktuell-> Nach dem 21.5.2017" ). 3 Windturbinen von Je 200 m Gesamthöhe. Ein einzelnes Rotorblatt ist  ca. 65 m lang!

18. 04. 2018
Wer es gerne gigantisch mag...  
oder: Soll es auch bei uns bald so aussehen?

Weltgrösste Windkraftanlagen in Gaildorf, nordöstlich von Stuttgart, Baden-Württemberg. Vier Turbinen von 246 m Gesamthöhe in Kombination mit einem Mini-Pumpspeicherkraftwerk als originelle Lösung für eine bescheidene Speicherungsmöglichkeit. Anlage auf einer Anhöhe in einem vorher geschützten Waldgebiet.
Installierte Leistung 16 MW. Weitere Details im Video.
(Die Angaben über den Jahresverbrauch eines Einfamilienhauses oder von 10 000 Haushalten sind Propaganda-Zahlen, mit äusserster Vorsicht zu geniessen! So einfach geht das nicht. Siehe dazu unsere Seite aus der Rubrik Argunemte -> Schein und Sein. )

09. 04. 2018  

Zug verpasst?  Uhrentanz als Folge einer Netz-Instabilität
Eine wahre Geschichte!

Der unregelmässig anfallende Windstrom stellt grosse Probleme für eine konstante Stromversorgung. Netz-Instabilitäten im Ausland wirken sich ebenfalls auf die Schweiz aus*.
Einen Vorgeschmack erhielt unser Land mit dem Uhrentanz im März dieses Jahres.
Die Fakten:
-        Querelen zwischen Kosovo und Serbien führten zu ungenügender Stromlieferung ins europäische Netz!
-        Dadurch sank die Wechselstromfrequenz über längere Zeit unter 50 Hertz.
-        Konsequenz: Elektrische Uhren, die als Taktgeber die Netzfrequenz nutzen, wie Backofenuhren, Radiowecker etc., gingen
schliesslich 6 Minuten nach.  
-        Blieb die Differenz  unbemerkt, führte das gar dazu, dass Leute den Zug verpassten!!!
-        Wer die Uhrenanzeige berichtigte, konnte später feststellen, dass sie nun 6 Minuten vorgingen. Dem europäischen Verband der
Netzbetreiber war es gelungen, wieder bedeutend mehr Strom einzuspeisen; dadurch erhöhte sich die Frequenz auf 50,01 Hertz und die Uhren liefen schneller. Also musste man sie bald um 6 Minuten zurückstellen.

Ausführlicher Bericht in NZZ, 5.4.2018
*) Zu den Problemen mit der Netzstabilität siehe den 2.Teil des BAZ-Artikels vom 6.1.2018

05. 04. 2018  Rückbau - Recycling
Auch die Basler Zeitung informiert nun über die immensen Probleme, die sich beim sich ankündenden Rückbau und Recycling in grossem Stil von Windkraftanlagen in Deutschland zeigen werden.

- Vielen Windparks droht das Aus. Weshalb?
- Wohin mit den grossen Mengen von Sondermüll aus den Rotorblätern?
- Von Gesetzes wegen sollten die riesigen und tief reichenden Betonfundamente vollständig aus dem Boden entfernt werden. Läuft das wirklich so?

Sehr interessant!  ->  Link zum Artikel  
(Hervorhebungen von der Redaktion Website)

(Vergleiche weiter unten den entsprechenden Artikel von DIE WELT)

28. 3. 2018
Windpark Mollendruz nun doch? Nein ist nicht Nein.
Demokratie-Komödie in La Praz, 3.Akt

Mit der Wiederholung der Abstimmung gestern Dienstag (27.3.2018) gelang dem Gemeinderat des kleinen Dorfes mit 160 Einwohnern der Coup: Der nunmehr "aufgeklärte" und massiv "aufgestockte" Einwohnerrat stimmte dem Nutzungsplan für den Windpark zu!

Aufgeklärt:  Die Exekutive hatte nach er ersten Ablehnung des Projektes nicht nur neue Fakten geltend gemacht (siehe unten), sondern auch, die Bevölkerung sei ungenügend informiert gewesen! Darum wurde am 21.3. ein Informationsabend anberaumt, unter Ausschluss der Presse, aber mit verschiednenen befürwortenden Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft (Gemeindepräsidenten, Promotoren, Suisse Eole) und nur  einem Windparkgegner (von Paysage Libre Vaud), dessen Redezeit auf 10 Minuten beschränkt war.

Aufgestockt: Für diese Art von Einwohnerräten (conseil général) kann sich jeder und jede Stimmberechtigte noch vor der Versammlung neu einschreiben und vereidigen lassen!
1. Abstimmung (18.1.2018):  19 NEIN (zum Windpark), 11 JA, 1 ungültig. Neu eingeschriebene Mitglieder: 12  
(Auch in den zustimmenden Nachbargemeinden gab es einige Neumitglieder.)
2. Abstimmung (27.3.2018):  47 JA gegen 38 NEIN!  46 diesen Abend neu vereidigte Mitglieder des Einwohnerrates!
Beide Lager hatten also enorm mobilisiert!  (Gewichtigstes Argument für das Ja: 160 000 Fr. /Jahr in die Gemeindekasse)
Damit steht der Windpark aber noch lange nicht; es folgt jetzt die Phase der Einsprachen von Einzelpersonen, Pro Natura, Helvetia Nostra u.a.m.

Demokratie?
In einer echten Demokratie müssen Regeln und Prinzipien anerkannt und beachtet werden. Dazu gehören:
Die Zusammensetzung einer Körperschaft von Stimmenden oder Wählenden ist nicht immer dieselbe. Auch in unserern Gemeindeversammlungen weiss man nicht im voraus, wer kommt und wieviele es sein werden. Und bei  Urnenabstimmungen schwankt die Beteiligung. Häufig führt eine Minderheit die Entscheide herbei. Wenn nun eine Exekutive beansprucht, den wahren Volkswillen entgegen dem Resultat zu kennen und eine neue Abstimmung anordnet, widerspricht das der Gewaltentrennung.  Niederlagen sind zu akzeptieren.
Man stelle sich nur einmal vor, der Bundesrat würde nach einer verlorenen Abstimmung erklären, sie spiegle nicht den wahren Volkswillen. Das Volk müsse besser aufgeklärt und die Abstimmung wiederholt werden!!!
Das gibt zu denken!
Direkt-Information:  Artikel in LA LIBERTÉ und PAYSAGE LIBRE VAUD
10. 3. 2018
Windpark Mollendruz: Aus NEIN mache JA!  
Gemeindedemokratie auf seltsamen Abwegen im Kanton VD

Vom Windparkprojekt betroffen sind 3 Gemeinden, die sich am Fusse des Waadtländer Juras aufreihen. Am 18. 1. 2018 verwarf der Einwohnerrat der mittleren der drei, La Praz,  das Projekt deutlich. (Siehe weiter unten). Der Gemeinderat schluckte das jedoch nicht und setzte auf den kommenden 27 März eine neue Abstimung zum gleichen Traktandum an!  Begründung: Es seien inzwischen neue Fakten bekannt geworden, die damals noch nicht vorlagen. Und was ist das neue Faktum? Man habe damals nicht gewusst, dass die beiden Nachbargemeinden zur Linken und zur Rechten dem Windpark zustimmen würden!
Wenn eine Neubeurteilung aufgrund von neuen Fakten auch legal ist, die Begründung ist fadenscheinig. Mit einer analogen Argumentation könnten auch beide Nachbargemeinden einen erneuten Urnengang verlangen, denn es  war seinerzeit ja nicht bekannt, dass die mittlere der drei Kommunen Nein sagen würde!
In La Praz reden denn auch die Gegner des Windparks von einer "Verhöhnung der Demokratie".  Sie beauftragten einen Advokaten mit der Einreichung eines Rekurses beim Regierungsrat des Kantons. Forderung: Die erneute Abstimmung soll annulliert werden. Da darf man gespannt sein!
Direkt-Information:  Artikel in LA LIBERTÉ  und PAYSAGE LIBRE VAUD
25. 02. 2018  Abstandsinitiative: Vorbild Triengen!
Der junge Verein LinthGegenwind reicht in Glarus Nord eine 700m Abstand-Initiative ein; Vorbild war die entsprechende Initiative von Triengen! Ein erster Erfolg: Der Gemeinderat hat die Initiative als zulässig erklärt und wird sie zur Abstimmung bringen.
Näheres in der Pressemitteilung.


21. 02. 2018

Rückbau von WKA
stellt
enorme Probleme

Zum Artikel
Klick aufs Bild
20. 01. 2018
Eine kleine Landgemeinde bringt einen  grossen Windpark zu Fall!

La Praz (VD) liegt nordwestlich von Lausanne auf 875 m an der ersten Jurakette, die sich dort bis auf 1300 m aufschwingt. Auch auf dieser Höhe besitzt die Gemeinde noch Weiden und Wald. Die 160 Einwohner wären vom grossen Windpark Mollendruz hoch über ihnen betroffen gewesen. Im Gegensatz zu den 2 Nachbargemeinden hat nun am Donnerstag (18. 1. 2018) der Einwohnerrat (Conseil Général) von La Praz den Nutzungsplan für diese Grossanlage mit 20 zu 11 Stimmen deutlich verworfen. Damit ist das Projekt vom Tisch.

Bedeutsam ist, dass kleine Gemeinde - gerade weil noch nicht in eine grössere Einheit eingemeindet -  zu einem grossen WIndpark Nein zu sagen vermochte.

Von den 160 Einwohnern sind noch 4 Landwirte. Die eigene Käserei wurde 2015 besonders bekannt, als sie den internationalen Fondue-Wettbeweb gewann.
Bravo pour tout!

Informanten:  Freie Landschaft Schweiz  http://www.paysage-libre.ch/?lang=de  
Eiswurf ist nicht harmlos:
Die Regionale Tourismuswerbung von Kanton Jura und Berner Jura warnt nun vor Eiswurf im Gebiet des Windparks Mont Crosin.
Im täglichen Schneebericht stehen jeweils am Schluss eine Bitte und eine Warnung:

- WIR BITTEN SPAZIERGÄNGER UND REITER, DIE LOIPEN
  NICHT ZU BENUTZEN!! DANKE FÜR IHR VERSTÄNDNIS !
- Windkraftanlagen Mont-Soleil - Mont-Crosin "Gefahr von
  Eiswurf", siehe www.juvent.ch   (aus dem Bulletin vom 19.1.2018)

Zur Situation auf Mont Crosin: Basler Zeitung 9. 5. 2017 https://bazonline.ch/schweiz/standard/wo-die-eisbrocken-fliegen/story/18482418
 
 
07. 01. 2018
Wenn eine Windturbine dem Wind nicht standhält ...! (5. 1. 2018 Le Figaro Magazine S. 33)
("Ein schlechter Witz wurde Realität")
Der Sturm Carmen (mit Böenspitzen von über 130 km/h) knickte glatt eine Windturbine. Der Windpark in Bouin (Vendée, südlich von Nantes) bestand aus 8 Turbinen von 63 m Höhe. Baujahr 2003. 250 Tonnen Metall wurden umgrissen, Trümmer flogen Dutzende von Metern weit.  Sicherheit? Könnte das bei uns mit viel grösseren Maschinen nicht auch passieren?
(Neben dem Bild kleiner Französischkurs. Dizaine meint allerdings nicht Dutzend, sondern zehn. Dekameter für une dizaine de mètres ist aber bei uns kaum gebräuchlich.)
Auch in Deutschland hat der Sturm (in diesem Fall "Burglind ") ein Windrad rabiat ausser Betrieb gesetzt, wie hier in Volksdorf.

Nichtsdestotrotz baut man immer höher: Im neuesten Windpark in Gaildorf erreichen die 4 Windturbinen je 246,5 m Höhe, ein Weltrekord!

Details dazu in der Mitteilung von Freie Landschaft . Dort erhellt der Artikel Netzstabilität/Kosten für Energiewende auch, weshalb die Energiewende teuer werden könnte!
1. 1. 2018   Ein gutes neues Jahr!
Vom  Neujahrsbild unserer Landesregierung gibt es auch eine offizielle bewegte Version. Aber nicht die Mitglieder des Bundesrates sind animiert, sondern Elemente des Hintergrundes. Als vermeitliches Symbol des Fortschrittes drehen sich da sogar munter einige Windturbinen. Aber es sind nur wenige, und sie befinden sich in einer entlegenen Alpengegend. Hoffen wir, dass es dabei bleibt!
Zu entdecken mit einem
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