Archiv - Pro Kulmerauer Allmend

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Aktuell
- NZZ (15.6.2016) Energiewende verliert Zauber
Neuester Artikel, der eindrücklich zeigt, warum die deutsche Energiewende nicht aufgeht. Direkt-Link:

- Sie hilft dem Klima nicht, drängt den CO2-Ausstoss nicht zurück
- Sie drängt die konventionellen Grosskraftwerke (Kohlenstrom!) nicht zurück
- Sie verzerrt dem Markt wegen der Subventionen zum Schaden von Drittstaaten
- Sie ist nicht nötig zur Schaffung hochqualifizierter Arbeitsplätze u.s.w.
06. 06. 2016
Füllinsdorf BL:       Windpark im Gegenwind!
Nein der Bürgergemeinde
In einer Referendums-Abstimmung lehnten die Ortsbürger mit 174 gegen 97 Stimmen klar einen Standortvertrag mit der Firma EBL ab. Mit dem Vertrag hätte die Bürgergemeinde ein Grundstück zur Verfügung gestellt für Windmessungen und eine mögliche Erstellung von Windenergieanlagen im Baurecht. Dies betrifft diejenige von 3 Turbinen, die auf dem Gemeindegebiet vorgesehen war (Elbisberg). Das benachbarte Liestal hat zwar einem Standortvertrag zugestimmt. Doch stellt nun der Entscheid von Füllinsdorf die Realisierung des Parks infrage. 



Die Gegner machten geltend, der Abstand zur Siedlungszone sei zu gering und geltende Lärmgrenzwerte könnten nicht eingehalten werden. Zudem wäre ganz Füllinsdorf von schädlichen Infraschall-Immissionen betroffen. (BAZ)
20. 05. 2016

Neu: KiKu.2!

Die Auswertung der Windmessungen ist veröffentlicht auf der CKW-Webseite zum Windparkprojekt.  
(https://www.ckw.ch/ueberckw/strom/windpark/aktuell.html)         
Wegen dem zu schwachen Windaufkommen ist mit viel grösseren und höheren Anlagen zu rechnen.
Das könnte bedeuten:
Verfremdung unserer Landschaft durch vier 180 m hohe rotierende Giganten!
(Vergleich: Kühlturm AKW Gösgen: 150 m)

So etwa könnte es dann aussehen (Bilder aus Deutschland mit diesem Turbinentyp )

Ergebnisse und Folgerungen der  Windmessungen sind herauszulesen aus  den 3 von den CKW publizierten Dokumenten:

Protokoll  Begleitgruppe 25.4.2016 -> Link

Präsentation -> Link

Windgutachten -> Link
Einige Hauptpunkte:

Die durchschnitlichen Windgeschwindigkeiten sind leicht tiefer als auf der Basis der Messungen in Schlierbach (Sept. 2007 – Sept. 2008)

Dank neuen, effizienteren Turbinen (Schwachwindanlagen) kann man jedoch einen höheren Ertrag erwarten als die angenommenen 12 500 MWh/Jahr. (Detailberechnungen im Windgutachten)

Die Windgeschwindigkeit steigt mit zunehmender Höhe über Grund.
Das Windgutachten rechnet deshalb Erträge vor mit Anlagen vom Typ Vestas V 126, 3 MW, 117 Nabenhöhe und 126 m Rotordurchmesser. Auf dieser Nabenhöhe wäre die mittlere Windgeschwindigkeit 4,7 m/s.

Die Berechnung sei als Beispiel zu verstehen. Trotzdem signalisiert sie, dass bedeutend höhere Anlagen ins Projekt einfliessen könnten.

Standorte und Turbinenmodell sind noch nicht definitiv. Es reicht z.B., eine Turbine um 100 m zu verschieben, um den Ertrag signifikant zu steigern.

Die CKW äussern sich auch zur Rentabilität:

1. Beim Strompreis geht man für die Dauer von 20 Jahren von einer kostendeckenden Einspeisevergütung KEV von 19.8 Rp./kWhaus. (Protokoll S. 4.)

2.  „Rentabel ist der Windpark dann, wenn man mit dem eingesetzten Kapital über die gesamte Laufzeit des Windparks (25-30 Jahre) eine genügend hohe Rendite (Annahme BfE: 5%) erzielt. Der Ertrag muss über die gesamte Betriebszeit grösser sein als der Aufwand."
"CKW WIRD NUR IN EIN RENTABLES PROJEKT INVESTIEREN!“ (Präsentation S. 16)

3. Verlässliche Aussagen zu Stromertrag und Wirtschaftlichkeit können aber erst nach der definitiven Standortwahl und der Festlegung der Turbinengrösse und in Kenntnis der Umweltauflagen gemacht werden.

13. 05. 2016

Zur Annahme der Initiative "700 m Abstand" erschien in verschiedenen Zeitungen ein 
Interview mit dem  ehemaligen Trienger Gemeindepräsidenten und heutigen Luzerner
Kantonsrat Georg Dubach. Er setzt mit bemerkenswerter Prägnanz die richtigen Akzente. 
Lesenswert! -> Link

03. 05. 2016

Neu! Neu! Neu!
Die von einem Dreier-Initiativkomitee lancierte Initiative
700 Meter Abstand zwischen Windkraftanlagen und Wohnliegenschaften
wurde an der Gemeindeversammlung vom 2. Mai in Triengen mit guter Mehrheit angenommen
Das ist  eine wichtige Etappe und ein unübersehbares Zeichen, das weitherum Beachtung finden wird. 
Details zur Abstimmung im Zeitungsbericht der AZ über die Gemeindeversammlung. 
-> Link 
Anfechtbar ist die Aussage, die Initiative widerspreche übergeordnetem Recht.
In einem ähnlichen Fall (Tramelan, 2013/14) erging ein  Verwaltungsentscheid der zuständigen Präfektur Courtelary, der die Verletzung höheren Rechts ausdrücklich verneint. Der ausführliche Text mit fundierter juristischer Begründung liegt uns vor (in französischer Sprache).

Wie geht es nun weiter? 
Hier eine ÜBERSICHT über die weiteren Verfahrensschritte -> Link

21. 03. 2016

Der Wind, der Wind, das himmlische Kind (?)
DIe Karte zeigt laut CKW die neuen Winddaten, 
wie sie an der Infoveranstaltung vom 10. März gezeigt wurden.
Es handelt sich um durchschnittliche Windgeschwindigkeiten.

Hat es nun genug Wind?
Unsere Annäherungsrechnungen mit dem Ertragsrechner Suisse Eole/Wind-data zeigen: 

Mit den geplanten Anlagen ist der erwartete Ertrag nicht zu erreichen. 
Was die CKW daraus für Folgerungen ziehen, ist noch nicht bekannt. 

Infoabend  CKW vom 10. März 2016 in der Turnhalle Kirchleerau

Der Hauptteil des Abends war der Information über den Mitwirkungsprozess gewidmet.
Im Wesentlichen soll dazu soll eine Begleitgruppe gebildet werden aus Vertretern der Zivilgesellschaft, Behörden (Gemeinden), Anwohner, Grundeigentümern, Gegnern etc.
maximal 20 Personen.         Details zur Zusammensetzung hier.

Die Begleitgruppe hätte die Kommunikation zur Bevölkerung zu sichern, der über diesen Weg eine Möglichkeit zur Einflussnahme zustehen soll. Sie kann auch Anliegen über die Website einbringen:
www.ckw.ch/windpark-kiku, email: windpark-kiku@ckw.ch
(Eingaben von Pro Kulmerauer Allmend -> Rubrik Dokumente/Links)
Alle Detailfragen wie Resultate der Windmessung, Lärm, Infraschall, Risiken für Vögel und Fledermäuse, Schattenwurf, Eiswurf, Auswirkungen auf Flora und Fauna, aber auch Abgeltungen, Kompensationen, Beteiligungen, Anliegen aus Bevölkerung und weiteren Interessengruppen sollen in verschiedenen Sitzungen von April bis Oktober  beleuchtet und diskutiert werden. Leitung durch Prof. Ruth Schmitt (Fachhochschule Nordwestschweiz) und Ursula Dubois (Firma Sociolution, Bern).

Die Rolle der CKW ist wie folgt definiert: „Nimmt Inputs aus dem Mitwirkungsprozess so weit als möglich auf.“

Die Erwartung auf detaillierte Informationen zur erfolgten Windmessung auf der Kulmerauer Höhe erfüllte der Vertreter der CKW, Herr Franco Castelanelli, nicht. Die geringe Sachinformation über das eigentliche Windparkprojekt  führte zu Voten der Unzufriedenheit am Schluss  des Abends.

Kurz gezeigt wurde lediglich eine Windpotenzialkarte der bekannten Art, begleitet von der Aussage, es habe zwar etwas weniger Wind als erwartet, aber es reiche schon.

Das bedeutet, dass der bisher erwartete  Auslastungsgrad der Windkraftanlage von knapp 16% noch geringer sein dürfte. 
Noch mehr wird man sich fragen müssen, ob die kleine Ausbeute an Strom überhaupt in einem vernünftigen Verhältnis steht zu Aufwand, Landschaftsverschleiss und Belästigungspotenzial.
Mehr dazu unter „Projekt CKW“ , 1. Button „Vorsicht
5. 03. 16
Studie der UBS zeigt:
Einheimische Windkraft für Atomausstieg unbedeutend!
 
In der öffentlichen Wahrnehmung und in der Politik sind die beiden Energieformen noch immer verknüpft:

Für den Ausstieg aus der Atomenergie brauche es unter anderem einen massiven Zubau an Windkraft-Anlagen.
Das wird meist als Hauprargument vorgebracht
Mit der UBS Studie „Neue Energie für die Schweiz“ (März 2016) liegt erstmals eine Analyse aus der Wirtschaft (Dienstleistungssektor) vor, die der Windkraft für die zukünftige einheimische Stromproduktion eine sehr geringe Bedeutung zumisst, und dies ohne Atomkraftwerke!
 
Hier die Grafiken mit den Voraussagen für die inländische Stromproduktion:
Interessant:
2025           Anteil Windkraft  -> 0,6%
2050           Windkraft 1,4%           Atomstrom 0%!
Grösste Anteile: Wasserkraft und Sonnenenergie!
 
Der fast unbedeutende Anteil an Windenergie heisst, dass es praktisch auch ohne geht, wenn man in den anderen Sparten noch etwas zulegen kann. Auf keinen Fall rechtfertigen die 0.6% resp. auf lange Sicht 1,4% den enormen Landschaftsverschleiss (Verspargelung der Schweiz) und die Beeinträchtigungen von Mensch und Natur.
 
Das UBS-Dokument liefert umfassende Informationen zu den Energiefragen in leicht lesbarer Form. Eine Einsichtnahme ist für alle Interessierten sehr empfehlenswert!
Zur Problematik der Windenergie in der Schweiz spricht es eine deutliche Sprache:

S. 5  
Ein deutlicher Ausbau der Windenergie ist
fraglich, da die Auslastungsfaktoren von
knapp 20 Prozent vergleichsweise niedrig sind.
S. 24: 
Die Windenergie hat es in der Schweiz vergleichsweise 
schwer. 
Die Zahl der Anlagen ist mit 37 (Stand Ende 2014) und 
einer Kapazität von 60 Megawatt sehr gering und ihr 
Anteil amStromerzeugungsmix beträgt nur 0,1 Prozent. 
Auch ist die durchschnittliche Anlage mit weniger
als 2 Megawatt vergleichsweise klein. Dies liegt vor allem 
daran, dass die Windkraft stark von der Windleistung abhängt, 
die an den Küsten Dänemarks, Deutschlands oder 
Grossbritanniens deutlich stärker ist als in der Schweiz.
So stehen in Deutschland der überwiegendeTeil der 
Windkraftanlagen im Norden und nur etwa 5 Prozent in 
den südlichen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg 
(verglichen mit 45 Prozent der Solaranlagen). 
Der durchschnittliche Auslastungsgrad der bestehenden 
Windanlagen in der Schweiz betrug in den vergangenen drei 
Jahren lediglich 19 Prozent, was sehr wenig ist,
verglichen mit Spitzenwerten von mehr als 50 Prozent bei 
Offshore-Windparks oder bei Onshore-Anlagen in Texas (USA). 
Dadurch ist die Wirtschaftlichkeit der Schweizer Anlagen geringer.
Aufgrund der vergleichsweise niedrigen Windgeschwindigkeiten
an den meisten Orten der Schweiz (mit Ausnahme der Westschweiz) 
sehen wir das Potenzial für die Windenergie als gering an, 
selbst unter der Annahme weiter rückläufiger Installationskosten. 
Häufig stossen Neubauvorhaben auch auf grossen Widerstand
in der Bevölkerung. 
Zwar wird der Bau von Windanlagen voranschreiten, doch die 
Schweiz dürfte kein «Windland» werden. Wir glauben, dass
die Windkraft im Jahr 2050 deutlich weniger als 5 Prozent zur 
Stromerzeugung beitragen wird.
 
 
Bleibt nur zu hoffen, dass diese Tatsachen endlich in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.
12. 12. 2015

Sind Windkraftwerke sicher? 

Keineswegs, sie können sehr gefährlich sein!

Zwei neue Beispiele:   (weitere siehe Hinweise unten!)

1. Schweiz: Gefährlicher Eiswurf trotz Enteisungsvorrichtung (!)
Es ging haarscharf an einem Personenunfall vorbei!
Le Peuchapatte (Nähe Les Breuleux, Freiberge, Kt. Jura). 3 Windturbinen auf 1150 m Höhe 
Das Lokalfernsehen Canal Alpha interviewt Jean-Daniel Tschan, Präsident von Librevent, Verein zum Schutz der Franches Montagnes vor den geplanten industriellen Windparks.
Wie üblich, wird das Interview in entsprechender Umgebung gefilmt, hier direkt bei einer der Windkraftanlagen. 
Es ist kalt, feucht und neblig, aber nicht hochwinterlich an diesem Oktobertag 2015.
Plötzlich lösen sich zwei Eisklötze von den Windflügeln und prallen in unmittelbarer Nähe der Personen in die Wiese , wo sie in Stücke zerspringen. Man kann von Glück reden, dass niemand getroffen wurde. "On a eu chaud! - Das war aber heiss!", kommentiert monsieur Tschan.

Alles ist auf dem Video festgehalten, das Canal Alpha am 20. Oktober 2015 ausstrahlte. 

Das Bild ist ein Still aus dem Video. Unscharf ist es wegen der schnellen Bewegung.  

Das Bild zeigt in krasser Weise, dass kein vernünftiger Sicherheitsabstand zum Weg besteht. 
Die gleiche Situation findet man auch im Projekt Kulmerauer Allmend!

Der Entwurf Konzept Windenergie des Bundes spricht zwar von notwendigen Sicherheitsabständen zu Strassen, Wegen, Bahnen u.s.w., jedoch nur vage, ohne verbindliche Distanzen zu nennen. 

2. Deutschland: Ein riesiges Rotorblatt nimmt Reissaus!
Da fehlt doch etwas! 
Die Anlage in Nordwestmecklenburg hat nur noch zwei von drei Windflügeln. 
Wo ist der Dritte hingekommen?

Er ist da unten! (Auch auf dem Bild links ganz klein zu sehen)
Die Zeitungsmeldung stammt vom 30. Dezember 2015

Der 50 m lange Flügel löste sich vom 100 m hohen Turm, wirbelte durch die Luft und krachte 
auf das Feld. 
Der Wind blies mit Geschwindigkeiten von 37 - 54 km/h (10,25 - 15 m/s). Das sind Werte, wie sie auch bei uns an einzelnen Tagen vorkommen (im Gschweich gemessen wurden).

Der Riesenflügel ist im Prinzip gleich konstruiert wie Flügel von Segelflugzeugen (aus glasfaserverstärktem Kunststoff), nur sind dort die längsten um 13 m lang. 

Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden, es war niemand da. 

Diese Vorfälle liegen nicht lange zurück, bestenfalls wenige Monate. Es sind weitere dokumentiert aus Europa und Übersee; sie ereigneten sich z.T. im eben angefangenen 2016:

- Ein spektakulärer Brand (Neuseeland): www.liveleak.com/view?i=61e_1453106543
- Windflügel fliegen weg und treffen Haus (Spanien): 
- WKA stürzt um und legt sich quer über Waldstrasse (Schweden): 
- Brand mit Verletzten (!) (Deutschland): www.epaw.org/echoes.php?lang=de&article=n455


29. 01. 2016
Georg Dubach
Politische Unterstützung
in der Abstandsfrage
Unterstützung aus der Politik: Georg Dubach hat ein Postulat eingereicht

Kantonsrat Georg Dubach (FDP) aus Triengen engagiert sich für verträgliche Abstände von Windenergieanlagen zu bewohnten Gebäuden. Er hat dazu dem Regierungsrat des Kantons Luzern ein Postulat eingereicht. Darin wird festgestellt, dass

-  die Immissionen von Windenergieanlagen (Schattenwurf, Eisschlag, Lärmgrenzwerte)  
 für die Anwohner zu rechtsrelevanten Störungen des Wohlbefindens führen können, 
 dies auch in mehreren hundert Metern Entfernung.

-  das Fehlen von verbindlichen vertretbaren Abstandsauflagen in den betroffenen Gebieten 
zur Bildung von Interessengruppen und zu individuellen Forderungen führt (Widerstand und Einspracheverfahren).

-  wir von den Fehlern unserer Nachbarn lernen sollten, die nach heftigen Auseinander-
setzungen in Kommunen und Parlamenten klare Bestimmungen in Kraft gesetzt haben. Beispiele: Abstand in Bayern das Zehnfache der Anlagenhöhe, in Hessen 1000 m, im Kanton Basel Landschaft mindestens 700 m von den Windparkgebieten zu Wohngebieten.

-  eine verbindlichen Grundlage oder fix definierte Auflage für 
vertretbare Abstände für Windparkbauer, Bewilligungsbehörden und Bewohner Klarheit schafft.

Der Regierungstat des Kantons Luzern wird darum aufgefordert, eine verbindliche Grundlage für Abstände von Windenergieanlagen zu Bauzonen bzw. bewohnten Gebäuden zu prüfen.







19. 01. 2016
Unsere Stellungnahme im Rahmen der Vernehmlassung ist online
Gibt es etwas  Zuverlässigeres                     Nur weiter mit Rudern!  
als Windkraft?
Unsere Eingabe an das Bundesamt für Raumentwicklung zur Anhörung und öffentlichen Mitwirkung  beim Entwurf Konzept Windenergie des Bundes ist über diesen Link einsehbar

Ebenso die Unterlagen des ARE dazu:

Neues Konzept Windenergie des Bundes  -> Entwurf Bundesamt für Raumentwicklung ARE   und Erläuterungebericht  (Anhörung und öffentliche Mitwirkung)
Seit Oktober läuft die Vernehmlassung. Es können auch Organisationen und Privatpersonen Stellung nehmen. -> Die Frist läuft noch bis 29. Januar

Der Entwurf enthält einige für uns interessante Aussagen, z.B.

S. 5, 2.2.1 Allgemeine Planungsgrundsätze
II. Bei Gebieten mit deutlich überdurchschnittlichem erwartetem Windenergieertrag erhält das Interesse an der energetischen Nutzung des Windpotenzials ein besonderes Gewicht.

-> Wir können bei uns sicher nicht einen überdurchschnittlichen Ertrag erwarten!

III. Neuerschliessungen potenzieller Windenergiegebiete mit einem ungünstigen Verhältnis zwischen erwarteter Energieproduktion und negativen Auswirkungen (…) auf die Landschaft (…) sind zu vermeiden.

-> Ungünstiges Verhältnis Energieproduktion – negative Auswirkungen auf die Landschaft, das ist bei uns sicher der Fall!
 
S. 27, 4.2. Raumplanung /Abstimmung mit der Siedlungsentwicklung und dem Lärmschutz
Auf Stufe Nutzungsplanung sind (..) aus Sicherheitsgründen ausreichende Abstände zu Strassen,  (…) Wanderwegen, Skipisten (…) zu berücksichtigen.

-> Das ist dicke Post! Ausreichende Abstände zu Strassen (die auch Wanderrouten sind) fehlen bei uns garantiert! (Pläne unter „Projekt CKW“)

S. 28, 4.2.1 Lärmschutz
(…) Die Lärmimmissionen von Windanlagen können auch in mehreren hundert Metern Entfernung zu rechtsrelevanten Störungen des Wohlbefindens führen.

-> Aha! Endlich wird dieser Sachverhalt auf höchster Stufe anerkannt und festgeschrieben!

Die kalte Dusche folgt dann zwar:
Die Beurteilung der Störung erfolgt mittels Anhang 6 der Lärmschutzverordnung (LSV).

-> Konsequent wäre die Festsetzung von genügend grossen Mindestabständen. Der Kanton Baselland ist hier einen Schritt voraus: Die Potenzialgebiete für Windnutzung sollen 700 m Distanz zu Siedlungsgebieten einhalten.  Anhang 6 LSV betrifft Industrie- und Gewerbelärm. Er berücksichtigt nicht die  besondere Art des WKA-Geräusches und ist darum für diesen Bereich absolut untauglich. Als Folge sind selbst Abstände unter 300m möglich!  Und von Infraschall ist schon gar nicht die Rede.
 
S. 29, 4.3.1 Landschaftscharakter
Die für Windenergie günstigen Gebiete bzw. Standorte (…) sind oft auch bevorzugte Orte der Landschaftserlebnisse und deshalb von Bedeutung für den Tourismus und die Erholung. (Eine Windenergieanlage) kann die Attraktivität eines Ortes in einzelnen Fällen erhöhen, aber, insbesondere bei grösserer Verbreitung und Streuung dieser Anlagen, auch mindern.

-> Eine lobenswerte Erkenntnis: Die Attraktivität der Landschaft kann auch leiden! Dafür sind bei uns die Voraussetzungen gegeben: Verbreitung und Streuung der Anlagen.

Für Windenergieplanungen ist (…) eine vertiefte Auseinandersetzung mit Landschaftsfragen zweckmässig.
Dazu am Anfang des Abschnittes 4.3.1: (Es) ist zu beachten, dass der Landschaftsbegriff auch von Siedlungen geprägte Räume umfasst.

-> Selbstverständlich trifft das für den Raum Kulmerau-Walde zu!

06. 11. 2015

Neu: Die CKW haben zum geplanten Windpark eine Projekthomepage aufgeschaltet. Sie liefert alle Infos und Dokumente zum Projektverlauf.
Unter „Häufige Fragen“ gehen die Promotoren auf alle Einwände ein und präsentieren ein gut gemachtes Argumentarium für ihren Windpark.
Hier unsere kritischen Bemerkungen dazu: Es ist nicht alles Gold, was glänzt!


29. 09. 2015
Sensationelle Nachricht aus dem BFE: Windkraft hat keine Zukunft 

Darf man so titeln? Das legt jedenfalls ein Beitrag in der SRF2-Sendung Echo der Zeit vom 28.9.2015 zur Energiewende nahe: „Zukunft hat nur die Solarenergie
Der Gewährsmann der Moderatorin ist niemand Geringerer als Daniel Büchel, Vizedirektor des Bundesamtes für Energie, Leiter der Abteilung Energieeffizienz und Erneuerbare Energien. Sein Amt erarbeitet die Energiestrategien für die Schweiz, die übrigens flexibel bleiben müssen, um sich zukünftigen Entwicklungen anpassen zu können.

Daniel Büchel kommt in der Sendung auszugsweise selber zu Wort, andere Aussagen erfährt man durch die Umschreibungen der Moderatorin.

Worum geht es? 
Stimmt das Zukunftsbild einer Schweiz, in der die Kreten mit Hunderten von Windrädern besetzt sind, überall Kleinwasserkraftwerke plätschern und Kamine von Biomasse-Kraftwerken aufragen?  
Nein. Es wird sich in den Zwanziger-Jahren die Frage stellen, ob es überhaupt noch einen neuen Zubau gibt von WKA, Kleinwasserkraft, Biomasse- und Erdwärme-Energie.  Das BFE hat die Ziele dieser Energiequellen stillschweigend nach unten korrigiert.

Ein Grund dafür: Das Parlament will Fördergelder für grüne Energie nur noch bis voraussichtlich 2021 auszahlen. Das wird am Ende im Gesetz stehen. Die Zukunft der grünen Energie ist nicht rosig. Eine Ausnahme ist die Photovoltaik. Ganz nahe beim Konsumenten kann sie mit dem Eigenverbrauch andere Bedingungen haben. Die Anlagen sind schnell montiert und verhältnismässig kostengünstig. Die andern erneuerbaren Energiequellen sind auch in 10 Jahren noch zu teuer, um auf dem Markt zu bestehen. Der Solarstrom wird sie inskünftig alle abhängenmit Ausnahme der Grosswasserkraft – und von grosser Bedeutung sein.

Kann man denn so die AKW ersetzten? David Stickelberger , Geschäftsführer von Swissolar, sagt, das sei machbar mit den bestehenden Grosswasserkraftwerken, wenn man deren Kapazität vergrössere durch Erhöhen der Staudämme.  Und Daniel Büchel meint, ausgeschlossen sei das nicht.

Daniel Büchel ist eine kompetente Stimme. Eher erstaunlich, dass bei solchen Einsichten in den höchsten Sphären  der Ausbau der Windkraft bei uns noch ein Thema ist...

In einer andern Radiosendung erklärt Büchel anschaulich, durch welche subventionsbedingte Marktverzerrungen die heutige Misere entstanden ist. Es legt auch dar, wie ein Markt, der spielt, denkbar ist unter Einschluss der Grosswasserkraft. Dieser verheisst er langfristig nicht schlechte Perspektiven. Heute jedoch kann keine Technik mehr rentabel produzieren. 
Für Interessierte, die Zeit haben, hier der Link: Rendez-vous 13-12-2013

25. 09. 2015
Wie macht man Kühe der Windkraft gewogen?

Innerhalb der CKW-Website berichtet ein Video von der guten Akzeptanz der Windanlagen auf dem Mont Crosin.  (-> Link direkt YouTube

Da erzählt ein Bauer, der 300m von einem Windrad entfernt wohnt auf Berndeutsch, wie die Windkraft eine gute Sache sei und dass seine Kühe überhaupt nichts merkten, das wäre an den Haaren herbeigezogen. Auch grase sein Vieh wieder dort, wo früher eine andere Anlage gestanden hätte. Damit wird bezeugt, dass man eine WKA rückbauen könne, ohne dass sie Spuren hinterlässt. Allerdings ist das Video von Suisse Eole, aber es wirkt überzeugend: Windkraft ist gut und ohne schädliche Auswirkungen.

Doch die Wahrnehmung ist nicht überall dieselbe:

In „Le Figaro“ (Frankreichs grösste Tageszeitung) vom 18.9.2015 erscheint auf Seite 10 ein ausführlicher Artikel mit der Überschrift „Ces éoliennes qui troublent le lait des vaches“ (Diese Windturbinen, die die Milch der Kühe trüben). (-> Originaltext)

Der Inhalt ist folgender:
Yann Joly zieht einen Windparkbetreiber vor das Pariser Strafgericht. 2011 und 2013 entstand  in unmittelbarer Nachbarschaft seines landwirtschaftlichen Betriebes bei Amiens ein Windpark mit 24 Windturbinen. Seither hat er einen empfindlichen Rückgang bei der Milchproduktion und eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes seines Viehbestandes festgestellt. Vorher grasten die 120 Kühe auf den 65 Hektaren Land friedlich und waren „rentabel“. Seit der Erstellung der eisernen Riesen treten bei ihnen verschiedene Störungen auf, die zu einer deutlich verringerten Produktivität und zu entsprechenden finanziellen Einbussen führen, wie die Betriebsbilanz klar darlegt.

Erstmals wurden nun diese Zusammenhänge durch einen Expertenbericht bestätigt. Die Landwirtschafts- und Liegenschaftsexpertin des Appellationsgerichtes von Amiens  bestätigt, dass die Milchproduktion dieses Viehbestandes beeinträchtigt ist durch eine deutlich verringerte Wasseraufnahme seit der Errichtung der Windturbinen; allein diese Tatsache bringt dem Betrieb einen Schaden von 265 000 Euro. Wägungen zeigen zudem eine verringerte Grösse der Kälber bei der Geburt, eine Verzögerung des Wachstums bei den Rindern, verursacht durch einen Mangel an Wasser- und Futteraufnahme. Dazu kommen vermehrte Euter-Infektionen und eine verschlechterte bakterielle Milchqualität.

Der Landwirt verlangt nun vom Windparkbetreiber 356 900 Euro Schadenersatz und den vollständigen Rückbau der strittigen Windräder. Sein Anwalt betont, sein Klient sei anfänglich für das Windpark-Projekt gewesen, er sei also keineswegs ideologisch vorgespurt. Und die oben erwähnte Gerichtsexpertin erklärt zum Schluss, es bestehe keine andere Möglichkeit, solange die Windturbinen stehen blieben: Entweder Verlegung des ganzen Milchwirtschafts-Betriebes an einen andern Ort oder die Auszahlung einer Entschädigung für die Einstellung der Milchproduktion, die auch die getätigten Investitionen abgelte.

Wenn, wie Windkraft-Befürworter, die sich auf Untersuchungen (Befragungen) stützen, behaupten,  WKA als Belästigung empfunden würden von Leuten mit einer „ungünstigen Stressverarbeitungsstrategie“, kann man sich fragen, wie man denn Kühe dazu brächte, der Windkraft gewogen zu sein. Im Gegensatz zu Menschen kann man wohl von ihnen nicht erwarten, dass sie ihre Stressverarbeitungsstrategie verbessern. Ebenso unhaltbar ist hier die Behauptung, ihre Voreingenommenheit gegen Windkraftanlagen sei die eigentliche Ursache ihrer Befindensstörungen

08. 09. 2015
Windradflut – Windradwut: auch in Frankreich
 „Le Figaro“, die grösste Tageszeitung Frankreichs, widmet in seinem Wochenend-Magazin vom 4./5.  Sept. 2015 als Hauptthema 12 bebilderte Seiten der Windenergie und legt dar, wie die Windenergie auch in unserem westlichen Nachbarland als problematisch wahrgenommen wird.
Im Titel spricht das Blatt sogar von einem Skandal: EOLIENNES – LE SCANDALE
In den Untertiteln der Umschlagseite folgen dann
-        Zerstörung der Landschaft (an erster Stelle!)
-        Entwertung der Immobilien
-        Korruption
-        Gesundheitliche Schäden
Hier nur kurz zu wenigen Punkten:
Zerstörung der Landschaft: Zurzeit etwa 5‘500 Windräder, bis 2020 sollen es 10‘000 sein! Sie stehen in grossen Parks, teilweise auf Höhen, oft nahe von Behausungen, oder bei - manchmal historischen – Stadtbildern: ein wahres landschaftliches Desaster.
Korruption: Hier sind Interessenkonflikte angesprochen. Auf Gemeindeebene profitieren Politiker, die gleichzeitig am Entscheidungsprozess beteiligt sind. Es laufen bereits etliche Prozesse. Dazu offerieren WKA-Promotoren Gemeinden allerlei Unterstützung für Infrastrukturen (zusätzlich zu den jährlichen Konzessionsgebühren).
Gesundheitliche Schäden: Es berichten mehrere Betroffene, die – auch wenn sie 1 km entfernt wohnen – den Lärm nicht ertragen und an Kopfweh, Migräne, Übelkeit, Schwindel, Ohrensausen, Müdigkeit, Depression leiden. Zum Lärm kommen Schattenwurf, Stroboskopeffekt und nachts die Lichter, die neben dem pulsierenden Sausen der Rotorblätter den Schlaf behindern. Jemand kann nicht mehr zuhause schlafen und muss jeden Abend mehrere Kilometer entfernt unterkommen. Die Leute wehren sich vor Gericht.
Ihre Advokaten berufen sich u.a. auf die Académie de médecine, die 2006 einen Abstand von 1‘500 m zu den WKA empfahl. Aber dieses Problem der öffentlichen Gesundheit werde in Frankreich vertuscht.
Windradwut:  Die Gegnerschaft ist in Frankreich national organisiert
„Vent de colère“ (Wind des Zornes, Wutwind) nennt sich eine landesweite Organisation mit der Losung „Non à l‘éolien industriel“ (Nein zur industriellen Windkraft).
„Fédération environnement durable“ (Verband nachhaltige Umwelt (!)) vereinigt als landesweiter Dachverband  1‘000 Oppositionsvereine.
Wer sich für weitere Details interessiert und gerne Französisch liest, findet den ganzen Beitrag im Original (mit Bildern) in dieser Website hier: Figmag, le scandale des éoliennes.



30.7.2015

Die Verspargelung der Schweiz - Dreht der Wind doch langsam in Bundesbern?
Ein neuer Artikel im Tagesanzeiger vom 29.7. berichtet  Erstaunliches!

Hört, hört! 
- Eine CVP - Nationalrätin, die sagt, die Schweiz sei leider kein Windland und von Konflikten mit dem Landschaftsschutz spricht.
- Ein FDP-Nationalrat, der findet, die Windverhältnisse seien oft sehr unberechenbar und für die Versorgungssicherheit allein untauglich,
das ist eine neue Musik in der schweizerischen Energiepolitik! 

Von solchen Melodien bei CVP, FDP, SVP und BDP und zum Teil stürmischen Motiven erzählt der sehr lesenswerte Tagi-Artikel von gestern.


28.7.2015

Initiative für 700 m Abstand in Triengen ­
Suisse Eole bestätigt Auswirkungen von WKA auf Landschaft, Fauna und Flora

Ein Komitee hat in der Gemeinde Triengen eine Initiative auf Gemeindeebene mit der nötigen Anzahl Unterschriften eingereicht. Sie verlangt einen Mindestabstand der Windkraftanlagen zu Wohnhäusern von 700 m, dies in Ermangelung einer klaren gesetzlichen Regelung auf Bundesebene.  Darüber soll es zu einer Volksabstimmung kommen.

Dem ungewöhnlichen Schritt  hat der Zürcher Tagesanzeiger einen lesenswerten Artikel gewidmet (26. Juli 2015), mit Details und natürlich Aspekten pro und kontra.

Über Zahlen lässt sich in dieser Sparte trefflich streiten. Sehr interessant ist hingegen, wie sich die Windkraftförderungs-Organisation Suisse Eole laut Tagi zur vorgeschlagenen Regelung äussert: Ein solcher Minimalabstand hätte (…) zur Folge, dass die Anlagen zunehmend in weniger dicht besiedelte Gebiete zu stehen kämen. „Damit würden die Auswirkungen auf Landschaft, Fauna und Flora tendenziell deutlich grösser“, sagt Sprecher Benjamin Szemkus.

Aha, es gibt also Auswirkungen auf Landschaft, Fauna und Flora! Und darum müssten die Anlagen eher in dicht besiedelten Gebieten stehen! Offenbar gibt es dort weniger Landschaft, Fauna und Flora! Vielleicht aber mehr Menschen…  Und auf die gibt es dann nicht „deutlich grössere“ Auswirkungen? Oder vergisst Suisse Eole, dass in der biologischen Systematik der Mensch als höheres Säugetier aus der Ordnung der Primaten gilt und genetisch mit Schimpansen und Gorillas eng verwandt ist? So wären wir auch „Fauna“ und damit nicht weniger empfindlich auf besagte Auswirkungen! Und der Begriff „Landschaft“ kann nicht einfach aus Siedlungsgebieten ausgeklammert werden!

Diese Aussagen von Suisse Eole (immer laut Tagi) sind entweder zum Lachen oder haarsträubend!
 

5.7.2015  

Die Schweiz doch kein Windland?  Zu wenig Wind – Projekt für Windpark aufs Eis gelegt

                   Auch das gibt es:

Gemäss Meldungen von Paysage-Libre Vaud und regionaler Presse verzichtet Romande Energie auf die Realisierung des Windparks von Vulliens - Chavannes-sur-Moudon im oberen Broye-Tal in der Nähe von Moudon. Vorgesehen waren ca. 7 Windturbinen von 200m Höhe. Grund: 3 Jahre Windmessungen ergaben nicht den vom Kanton Waadt geforderten Mindestdurchschnitt von 5m/s pro Jahr auf Nabenhöhe für jede Maschine!
Zwar möchte der Stromkonzern das Vorhaben nicht vollständig aufgeben, erklärt aber, dass es bei den gegenwärtigen Vorschriften nicht zu realisieren sei.
Die Dachorganisation Paysage-Libre Vaud betont, dass es sich nichtsdestoweniger um einen „grossen Sieg“ des lokalen Oppositionsvereins „STOP éoliennes industrielles Jorat-Broye“ handle, der aber „Gewehr bei Fuss“ bleibe.

16. 08. 2016
 

Windräder sind nicht die Lösung!
In Deutschland stehen (2015) 26 772 grosse Windturbinen mit 44 947 Megawatt installierter (=theoretischer) Leistung. Das entspricht 44 Atomkraftwerken von je 1000 MW Leistung!
Trotzdem erweitert die RWE Power AG den Abbau von Braunkohle und öffnet einen weiteren riesigen Tagebau – Garzweiler II im Rheinischen Braunkohlegebiet westlich von Köln - mit überaus einschneidenden Folgen für die ansässige Bevölkerung. 5 Dörfer mit 1600 Betroffenen müssen abgebrochen und versetzt werden*, inklusive Kirchen und Friedhöfe! Selbst die Toten werden „umgebettet“ unter Berücksichtigung ihrer „Restruhezeit“**.  

Weshalb denn?

Ein Artikel in „Die Welt“ *** bringt es auf den Punkt:  „Wir brauchen keine ideologisch konditionierte Energiepolitik, sondern möglichst viel Sicherheit und Flexibilität. Und die garantieren nicht  Sonnen- oder Windenergie, sondern die Braunkohle.“ (!)

Deutlicher kann kaum aufgezeigt werden:
Windräder bringen eben nur Strom, wenn es genügend windet (der riesige Park in Deutschland liefert gerade mal 13,3% der deutschen Stromproduktion).  Ansonsten muss die Energie aus zuverlässiger Produktion kommen und die Kapazitäten müssen bereit stehen!

Wie lange glaubt man bei uns noch, man müsse unsere Landschaft mit Hunderten von Windrädern verunstalten und Menschen und Natur mit allen schädlichen Auswirkungen belasten? Das das ist völlig sinnlos ist, dürfte langsam klar werden!  Aber in unserer Wasserkraft liegt noch viel Optimierungs-Potenzial.
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