2019 - Pro Kulmerauer Allmend

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Aktuell
04. 10. 2019
Michel Bühler singt "Windturbinen"!  

Michel Bühler ist seit Jahrzehnten einer der bekanntesten Chansoniers der welschen Schweiz (Suisse romande). Er lebt in Sainte-Croix und Paris. Mit seinen nunmehr 74 Jahren kann er zurückblicken auf gegen 300 Chansons, viele CDs und selbst einige Romane und Theaterstücke.

2016 veröffentlichte er – angesichts des geplanten Windparks in der Juralandschaft seines Schweizer Domizils – ein Chanson „Eoliennes“ (französisch für „Windturbinen“).Vor einiger Zeit  erreichte ihn die Anfrage von Freie Landschaft und Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, ob er bereit wäre, auch eine deutsche Version aufzunehmen. Michel Bühler sagte begeistert zu. Die deutsche Textversion besorgten Hermine Weidmann  von Freie Landschaft Schweiz und Walter Bohnenblust von Pro Kulmerauer Allmend.  

Michel Bühler (c) Lauren Pasche

Was nun vorliegt, ist ein klassisches französisches Chanson von einem engagierten Liedermacher auf Deutsch, das kunstvoll und charmant den Unsinn  von Windkraft-Anlagen, die uns als ökologisch und fortschrittlich angepriesen werden, aufdeckt.
Chanson WINDTURBINEN ->
30. 08. 2019
Neuer Verein zum Schutz des Stierenbergs
(Region Oberes Wynental AG/LU)
Am 28. 8. 2019 wurde der Verein IG «Schützt unseren Stierenberg» in der Gründungsversammlung gemäss Art. 60ff. ZGB konstituiert.
Über den Stierenberg verläuft die Kantonsgrenze AG/LU. Dort liegt auch der höchsten Punkt des Kantons Aargau. Der vorgesehene Windpark käme auf Luzerner Gebiet zu liegen (Gemeinde Rickenbach LU). Eine wertvolle Landschaft mit bedeutendem Erholungs- und Freizeitwert würde auch hier massiv geschädigt. Als Besonderheit kämen erstmals 2 Windturbinen in den Wald zu stehen, was die Natur zusätzlich belasten würde.
Verein: www.stiereberg.ch     Projekt: www.windenergie-stierenberg.ch
13. 08. 2019
Neugründung zum Schutz der Landschaft des Kantons Schwyz vor 5 (!) geplanten Windparks.
Sehr informative Website  (https://www.pro-landschaft-schwyz.ch/)
25. 06. 2019
Alarm Landschaftsschutz!
Die Politik setzt die Bedeutung des Landschaftsschutzes herab, er geniesst nicht mehr Priorität

Die untrüglichen Zeichen dafür:
1. Im revidierten Konzept Windenergie des Bundes werden nun auch Windparks in BLN-Gebieten
ermöglicht.
BLN: Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler. Es geht hier um für unser Land typische und für die Bevölkerung identitätsstiftende und für Gesundheit und Wohlbefinden wichtige Landschaften. Über den Link kommt man zu einer Karte der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung. Sehr interessant, auch für unsere Gegend!

2. Nun werden auch Landschaften, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören, durch
Windparkprojekte bedroht. Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und der Verband Freie Landschaft wehren sich dagegen. Nähere Infos dazu in der gemeinsamen Pressemitteilung
(sehr lesenswert, dazu informative Bilder!)

22. 06. 2019
Freie Landschaft baut den Dienst für animierte Simulationen von Windpark-Projekten aus und eröffnet dafür ein neues Portal www.windparks.ch
Nun sind hervorragend realistische Darstellungen von geplanten Windanlagen möglich, und deren Anzahl wird laufend ausgebaut (schwarze Punkte auf der Karte).
Als neuestes Werk unten das Projekt Bavois.
(Ein weiteres Beipiel weiter unten (20. 01. 2019): Visualisierung des inzwischen vom Glarner Regierungsrat und dem Kantonsparlament abgelehnten Windparks Bilten (LinthWind))
12. 06. 2019
Mindestabstand 10 H in der Schweiz ohne Chance
Es zeigt sich hier beispielhaft:
Ziel von Verwaltung  und Politik ist die Durchsetzung der Windenergie in unserem Land. Einwände werden zurückgewiesen, sie seien nicht wissenschaftlich (? Siehe ganz unten), oder aber, es brauche halt eine Interessenabwägung.
Wir erinnern uns:
In der Sitzung vom 4. 6. 2019 versenkt der Nationalrat die Motion mit 123 gegen 65 Stimmen.

Ihren Ablehnungsantrag begründete Frau Bundesrätin Sommaruga im Wesentlichen wie folgt:

- Mit der Lärmschutzverordnung und der Umweltverträglichkeitprüfung könne man die Bevölkerung wirksam vor
Lärm schützen.
- Wenn die Lärmschutzgrenzwerte eingehalten würden, könne wissenschaftlich* keine Wirkung des Lärms von WEA
auf die menschliche Gesundheit nachgewiesen werden.
ÜberMindstabstände in anderen Staaten:
"Das stimmt: Einen solchen gibt es in vier deutschen Bundesländern, in Frankreich und auch in vier österreichischen Bundesländern. Aber wir sollten nicht vergessen, dass in diesen Ländern die Gemeinden nicht mitbestimmen können. Die haben dann einfach gar nichts zu sagen. (...) da ist es mir lieber, dass wir nicht fixe Vorgaben machen, die jetzt nebst den bestehenden Instrumenten der Lärmschutz-Verordnung noch zusätzliche Auflagen erzeugen." Sie betont, dass bei uns letzlich die Gemeinden entscheiden könnten, in Gegensatz zum Ausland.

Die Begründung im Wortlaut und das Votum von NR Thomas de Courten auf der Website des Parlamentes:

Was aber steht eben auch auf dem Spiel?

Die Politik vergisst: Auch das Gemüt des Menschen braucht ein Klima. Zu diesem Klima gehört die Bewahrung von möglichst vielen intakten Landschaftsräumen.
 
Landschaft ermöglicht emotionelle Verankerung, Heimatgefühl, bringt Ruhe, Ausgeglichenheit, Gesundheit. Die intensive Nutzung der Landschaft für Erholung, Freizeit, sportliche Betätigung durch unsere Bevölkerung ist dafür Beweis genug.

Diese Räume aber würden durch die unzähligen grossindustriellen Windkraftanlagen schwer geschädigt. Zitat aus einer UVP: Gemäss einer Untersuchung aus Deutschland sind WEA als technische Elemente ausgesprochene „eye-catcher“, denen sich das Auge – auch das eines beiläufigen Betrachters – nicht entziehen kann.“  

Diese hoch aufragenden industriellen Anlagen sprengen im einheimischen Landschaftsbild vernünftige Proportionen. Sie würden in unserer kleingekammerten Landschaft die meist hohen Horizonte besetzen. Zudem sind sie nicht statisch, sondern bringen mit ihren enormen, sich drehenden Rotoren zusätzlich Unruhe ins Landschaftsbild.

Das alles gehört auch zu einer Interessenabwägung!

Es ist nach wie vor eigenartig: Mit der Raumplanungs-Gesetzgebung soll der Zersiedlung der Landschaft gewehrt werden, gleichzeitig soll die Energie-Gesetzgebung die Durchsetzung ebendieser Landschaft mit Hunderten von industriellen Windkraft-Grossanlagen ermöglichen!

*) Ist die Lärmschutzverordnung "wissenschaftlich"?
Sie setzt die massgebenden Planungswerte je nach Empfindlichkeitsstufe (Wohnzone/Landwirtschaftszone) auf tagsüber 55 dB /60 dB fest, nachts 10 dB geringer.  Die Weltgesundheitsorganisation WHO setzt die Grenze bei tagsüber 45 dB. Lärm oberhalb dieser Grenze sei gesundheitsschädlich. Dazu hält die WHO fest, dass eine Lücke  in der wissenschaftlichen Forschung in diesem Bereich besteht. Der Vergleich zeigt, wie locker mit dem Begriff "wissenschaftlich" umgegangen wird.

24. 04. 2019
Die neue Kontroverse über Distanz- Vorschriften in Metern hat nun auch Eingang in die Presse gefunden.

Das Bundesamt für Energie möchte nämlich mit einem Rechtsgutachten vom 11. April 2019 belegen, dass nach der Annahme des neuen Energiegesetzes (21. 5. 2017) allgemeine Abstandsvorschriften für Windkraftanlagen in Form einer  fixen räumlichen Distanz, statt auf Lärmschutzbestimmungen basierend,  nach Bundeserecht eigentlich nicht zulässig seien.

Die umstrittene Sachlage wird umfassend dargestellt in einem Artikel, der im Tagesanzeiger (Link), online 19.4. und der Basler Zeitung, online 20. April, erschien.

Mehr als viele Worte spricht das obenstehende Bild eine klare Sprache! *
Dabei handelt es sich nicht etwa um eine Fotomontage der Windkraftgegner (https://www.linthgegenwind.ch/), sondern des den Windpark plandenden Unternehmens SAK (http://www.linthwind.ch/) !
*) Zum Bild eine ergänzende Mitteilung vom 24. 04. 2019:
Windpark Bilten in der Linthebene endgültig abgeblasen. Die Fotomontage wird also nicht Realität!
Der Glarner Landrat (Kantonsparlament) hat am 24.4. den von der Regierung vorgelegten neuen Richtplan mit 30 zu 24  Stimmen gutgeheissen. Dieser enthält kein Interessengebiet Windenergie im Raume Bilten mehr. Der Ratsentscheid gegen den Windpark LintWind kam trotz heftiger Propaganda der Windkraft-Befürworter zustande.
03. 04. 2019
Der neue Windatlas von 2019 weist gegenüber 2016  in der Schweiz  geringere Windresourcen auf und löst damit eine Kontroverse aus.
Die Standpunkte werden gut dargestellt in der NZZ vom 3. April 2019, S.15 Interner Link zum Artikel

Weitere Details und Informationen hier in "Wind-Probleme -> Windkarten"

14. 03. 2019                     
Die Akzeptanz von Windindustrieanlagen in der Schweiz verliert an Boden.
Windpark in Juralandschaft massiv abgelehnt!
Bild oben: Die Gemeinde Court im obersten Abschnitt des Birstals. Rechts der Eingang in die Klus von Court, durch die die Birs nach Moutier fliesst, begleitet von Bahn und Strasse.  

Am 11. März 2019 hatte die Gemeindeversammlung über den "Überbauungsplan" (plan de quartier) zu beschliessen, der den Bau von 7 Windkraftankagen (je 180 m hoch) auf dem Montoz ermöglicht hätte. Das grosse Interesse der 1400 Einwohner, wovon 1000 Stimmberechtigte, zeigte sich an der Beteiligung: Mit 325 Bürgerinnen und Bürgern war die Turnhalle zum Platzen voll!
Nach fast anderthalb Stunden Diskussion wurde das Projekt mit 222 Nein zu 93 Ja abgelehnt. Dies, obschon der Gemeideammann dafür plädierte und der Gemeinde so jährliche Zahlungen von 100 000 Fr. entgehen!  Mit gut 70% (der Stimmenden) fällt die Ablehnung klar und massiv aus!

2 Voten (zitiert aus der Presse) zeigen die Stimmung:

"Man darf nicht unsere Weiden  mit Tonnen von Beton verschmutzen, um dann Stahlmonster daraufzusetzen".

"Was sagen Sie (die Befürworter) den Familien, die diese Monster vor ihren Fenstern haben?"

Und eine Stimme aus den Medien:
"Angesichts der Verbundenheit der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Berg schien der Ausgang der Abstimmung unausweichlich"  
(RFJ  Radio Fréquence Jura, Website : "Face à l'attachement des citoyens à leur montagne, le verdict semblait inéluctable.")
Landschaftsschutz als Hauptgrund!

Karte unten: Das abgelehnte Projekt Montoz-Pré Richard, rechts anschliessend dann der Grenchenberg, auf dem weitere  6 Turbinen geplant sind. Insgesamt wäre also die schöne Juraweiden-Landschaft mit einer Windindustriezone von 13 Anlagen verunstaltet worden. Montoz ist nun weg, Grenchen noch ungewiss.

03. 03. 2019   
Neue Windkarte CH - Weniger Wind   ->  Genaueres hier
21. 02. 2019   
Uf em Chalt wirds chalt
Wie die Promotoren mitteilen, ist das Windparkprojekt mit 2 Anlagen in Reitnau und Staffelbach stillgelegt. Unklar ist, ob es dereinst wieder aktiviert werden kann.
Die Erklärungen dazu:

► Das Projekt ist finanziell auf eine Förderung angewiesen.
► Mit dem neuen Energiegesetz ändern die Bedingungen: Projekte mit bewilligtem Baugesuch
 werden auf der Warteliste bevorzugt.
► Das Projekt ist noch nicht so weit und der "Projektfortschritt" hätte im Prinzip bis 2017
 gemeldet werden sollen.
► Die Projektanten hoffen nun auf eine Nachfolgeregelung für die Förderung, resp. auf eine
 Entwicklung der Strompreise Richtung Rentabilität.

Der genaue Wortlaut mit weiteren Details auf der Homepage http://www.windrad-uf-em-chalt.ch/

21. 02. 2019
Windpark-Projekt Montagne de Buttes NE (Bild oben):
Erfolgreiche Einsprache von Freie Landschaft und Les Travers du Vent gegen
2 Radiosendungen, die die Realität nicht sachgerecht darstellen

Bei den fraglichen Radiosendungen handelt es sich um
1. "Trend" vom 19. Januar 2019 ("Wind-Energie, viel Potenzial liegt noch brach")
2. "Echo der Zeit" vom 27. Januar 2019 ("Windkraft und Naturschutz - geht das zusammen?")

In beiden Sendungen werden zwar auch die negativen Auswirkungen des Windparks und die Opposition dagegn erwähnt, doch wird der Eindruck erweckt, dass die Opposition eingebunden werden konnte und das Projekt auf breite Akzeptanz stosse. Ein Vertreter der Opposition, der diese Sicht hätte korrigieren können, wurde nicht eingeladen.

Dagegen richtet sich die Einsprache von Freie Landschaft und Les Travers du Vent bei der Ombudsstelle SRG. Mit Bescheid vom 8. Februar 2019 hat der Ombudsmann die Einsprache gutgeheissen. Dem Publikum seien wesentliche Fakten vorenthalten worden, die Beiträge seien darum nicht sachgerecht.

mit Einsprache-Text (Französisch), Stellungnahme der Radio-Redaktion und Beurteilung der Ombudsstelle (beide Deutsch)

27. 01. 2019
AXPO:  ES 2050 zu optimistisch -  Anteil Windkraft viel geringer

In einem Vortrag an der Uni Basel beleuchtet der Leiter der Unternehmens-entwicklung AXPO die Chancen der Realisierung der ES 2050 aus heutiger Sicht
Die ursprünglichen Annahmen sind viel zu optimistisch, eine Neubeurteilung ist dringend notwendig. Damit reduziert sich auch die Bedeutung der Windenergie.


20. 01. 2019
Nun ist es so weit:
Freie Landschaft kann hervorragende animierte* Simulationen von geplanten Windparks erstellen!
*) 3D-Überflug des Windparks in verschiedenen Richtungen; die Rotoren drehen sich. Schattenwurf  und Beleuchtungseffekt in der Nacht werden sichtbar.
Unten als Beispiel der geplante Windpark in der Linthebene am Eingang des Glarnerlades**.
Die Herstellung ist allerdings sehr aufwendig und entprechend teuer: Allein 15 Abeitsstunden für die Modellierung, dann brauchte der Computer 50 Stunden(!) für das Ausrechnen der Visualisierung.
Genauere Bedingungen in der Rubrik "Freie Landschaft"          **) https://www.linthgegenwind.ch/
15. 01. 2019
 
Absurdität in der deutschen Energiewende (NZZ 12. 1. 2019)
 Oder: Weshalb diese Art von Energiewende die Konsumenten teuer zu stehen kommt
 
Es geht es um neue Gaskraftwerke, die nicht rentabel sind. Sie müssen als Reserve bereitstehen für „Dunkelflauten“ (wenig Sonne, wenig Wind). Sie sind deshalb nur wenige Stunden jährlich am Netz, oder auch nie. Für die hohen Verluste werden sie zum Teil voll entschädigt. Die Kosten trägt der Konsument.




Das Kraftwerk Irsching (Bayern) muss als Reserve betriebsbereit bleiben.
 
Der Artikel zeigt einige grundsätzliche Tatsachen und Konsequenzen dieser Art von Energiewirtschaft:

1. Der Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien erreicht erstmals 35%.

2. Die Verfügbarkeit des Stroms ist sehr unterschiedlich, besonders wenn er mit Wind oder Sonne produziert wird.

3. Vom grosstechnischen Einsatz von Speichern für Erneuerbare ist man weit entfernt.

4. Es ist deshalb unerlässlich, im Hintergrund einen konventionellen Kraftwerkspark betriebsbereit zu halten.

5. Es braucht einen riesigen Netz-Ausbau. Der stark fluktuierende Windstrom fällt vor allem im Norden an.
Das industrielle Herz Deutschlands aber liegt im Süden. Da fehlen Transportmöglichkeiten. Bei Netzüberlastung müssen Windanlagen abgeregelt werden.

6. Regeleingriffe ins Netz kosteten 2017 schon 1,4 Mr. €. Dazu kommen der Netzausbau und die Entschädigungen
für unrentable Kraftwerks-Reserven inklusive den Zubau von neuen Kraftwerken. Folge: Deutsche Konsumenten zahlen die höchsten Strompreise in Europa.

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